Tierisch

Verletzter Seeadler aufgepäppelt und in Hamburg ausgewildert

Ein Seeadler schreit.

Ein Seeadler schreit.

Foto: dpa

Das etwa vier Jahre alte Weibchen war völlig entkräftet auf dem Airbus-Gelände entdeckt worden. Jetzt gab es ein Happy End.

Hamburg/Hanstedt-Nindorf. Einen verletzten Seeadler haben Falkner aufgepäppelt und in Hamburg wieder in die Freiheit entlassen. Das etwa vier Jahre alte Weibchen war am 24. Juli völlig entkräftet auf dem Gelände des Airbus-Werkes in Hamburg-Finkenwerder entdeckt worden. Das verletzte Tier konnte eingefangen werden und wurde in die Greifvogel-Auffangstation des Wildparks Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf gebracht, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte.

"Der Adler hatte tiefe Stichverletzungen in der Brust, die aus einem Kampf mit einem anderen Adler stammen mussten", sagte Wildpark-Falkner Michael Kirchner. "Anfangs sahen die Überlebenschancen nicht gut aus. Das Tier war extrem apathisch und stand offensichtlich unter Schock." Der Vogel bekam schmerzstillende Mittel und Entzündungshemmer, anschließend wurde er behutsam wieder aufgepäppelt. Nach zwei Wochen war das Tier wieder gesund.

Der Seeadler entschwand Richtung Insel Neßsand

Das "Frida von Finkenwerder" getaufte Weibchen wurde am 8. August genau dort ausgewildert, wo es entdeckt worden war. Zunächst zeigte sich Frida zögerlich und wollte die Transportkiste nicht verlassen. Doch dann stieg der Adler nach Angaben des Wildparks in die Luft und flog Richtung Naturschutzgebiet Neßsand, einer Insel in der Elbe zwischen dem Alten Land und Blankenese, und entschwand.

Seeadler sind die größten einheimischen Greifvögel. Die Weibchen erreichen eine Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern.