Lüneburg

Männer wegen sieben Raubüberfällen verurteilt

Sie hatten eingeräumt, Geld und Schmuck im Wert von mehr als 300.000 Euro erbeutet zu haben. Opfer leiden unter den Folgen der Taten.

Lüneburg. Im Prozess um Raubüberfälle vor allem auf Juweliergeschäfte hat das Landgericht Lüneburg zwei Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden bis zu ihrer Festnahme 2015 vier Schmuckgeschäfte, eine Spielhalle, einen Getränkemarkt und eine Bäckerei überfielen.

Angeklagter muss Therapie machen

Das Gericht verurteilte einen 40 Jahre alten Hamburger deswegen am Freitag zu zwölfeinhalb Jahren Haft, außerdem muss er seine Drogensucht in einer Entziehungsanstalt therapieren lassen. Sein 31 Jahre alter Komplize muss neuneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die beiden Männer hatten eingeräumt, Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 300 000 Euro erbeutet zu haben.

Die Täter bedrohten, fesselten und schlugen die Mitarbeiter in den Geschäften. Richter Volker Heintzmann sagte, die Männer seien skrupellos vorgegangen. „Das Grundvertrauen der Opfer ist zerstört“, hielt der Richter den beiden Räubern vor. Mehrere der Angestellten klagen nach Angaben der Staatsanwaltschaft über schwere psychische Folgen wie Angstzustände und Panikattacken. Die Angeklagten hatten sich zu Prozessbeginn bei den Opfern entschuldigt. Die beiden Männer wurden unter anderem wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.