Niedersachsen

Zwei Tote auf A 29: Geisterfahrer hatte keinen Führerschein

Ein Autofahrer flüchtet vor der Polizei – und rast in falscher Richtung über die Autobahn. Ein junges Paar stößt mit ihm zusammen. Die beiden Männer sterben, die Frau schwebt in Lebensgefahr.

Emstek. Er fuhr Schlangenlinien, raste als Geisterfahrer über die Autobahn und hatte keinen Führerschein. Ein 49-Jähriger hat sich und einen anderen Autofahrer auf der A 29 bei Emstek in den Tod gerissen.

Eine 19-Jährige kam lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus. Ihr Zustand sei unverändert, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der 49-Jährige war am Mittwoch vor einer Polizeikontrolle auf der A 1 im Kreis Cloppenburg geflüchtet und am Dreieck Ahlhorner Heide als Geisterfahrer auf die A 29 abgebogen. Dort kam es zum Unfall.

Den Rettungskräften bot sich am Mittwochnachmittag ein furchtbares Bild: Die beiden Autos waren mit Wucht gegen die Leitplanken geschoben, die Motorhauben stark eingedrückt. Trümmer lagen auf der Autobahn verteilt. Zeugen hatten zuvor die Polizei gerufen, weil ein Mann Schlangenlinien auf der A1 Richtung Osnabrück fuhr. Eine Streife hielt den Autofahrer auf einem Parkplatz an. Doch dann gab dieser wieder Gas, bog nach links ab und jagte in falscher Richtung über die Autobahn davon.

Die Polizei sperrte sofort die A 1 – einen Unfall konnte das aber nicht verhindern. Am Autobahndreieck wechselte der 49-Jährige auf die A 29 und stieß frontal mit dem Wagen des jungen Paares zusammen. Der 23 Jahre alte Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Auch der 49-Jährige war sofort tot. Wieso er erst Schlangenlinien und dann in die falsche Richtung fuhr, ist noch unklar. Die Polizei lässt jetzt eine Blutprobe untersuchen. Ein Ergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen.