Leuphana Universität

Parlamentarier streiten über Mehrkosten für Uni-Neubau

Das vom Stararchitekten Daniel Liebeskind entworfene Universitätsgebäude sorgt in Niedersachsen weiter für Streit. Der Bau könnte noch einmal eine Million teurer werden, als bisher angenommen.

Hannover. Der umstrittene Bau des Zentralgebäudes der Lüneburger Leuphana-Uni sorgt weiter für Streit zwischen der Opposition und der Landesregierung in Niedersachsen. „Über Jahre hat die schwarz-gelbe Landesregierung in Lüneburg eine Suppe eingebrockt, die Rot-Grün jetzt auslöffeln muss“, sagte der grüne Abgeordnete Ottmar von Holtz am Mittwoch im Landtag in Hannover. Alle Einsparpotenziale müssten nun genutzt werden, um von einer hervorragenden Universität einen Imageschaden durch die undurchschaubare Bau-Finanzierung abzuwenden.

Das vom Stararchitekten Daniel Libeskind entworfene Zentralgebäude könnte noch einmal um Millionen Euro teurer werden, als bisher angenommen. Nach anfänglich geplanten Kosten von knapp 58 Millionen Euro und inzwischen bereits feststehenden Zusatzkosten von 18 Millionen könnte der Bau nun nach einer Risikobewertung der Oberfinanzdirektion sogar rund 91 Millionen Euro kosten. Der FDP-Abgeordnete Christian Grascha betonte, es gehe nicht darum, mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen, sondern darum, schnell Transparenz zu . „Wir brauchen zügig einen Finanzierungsplan“, sagte er.

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) betonte, belastbare Zahlen seien die Basis für weitere Planungen: „Über jeden Cent muss öffentlich Rechenschaft abgelegt werden“. Um EU-Gelder zu sichern, sei erstmals ein realistischer Zeitplan vorgelegt worden. Zudem werde es eine externe Projektsteuerung geben.