Protest in Bremen

Mehr als tausend Teilnehmer bei Bildungsdemonstration

Schüler, Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter sind am Mittwoch in Bremen gegen die Sparpolitik des Senats auf die Straße gegangen. Mit Plakaten zogen sie durch die Innenstadt.

Bremen. Schüler, Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschulen sind am Mittwoch in Bremen gegen die Politik des Senats auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach beim Start des Zuges am Hauptbahnhof von rund 1100 Teilnehmern. Seit Monaten kämpfen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen für eine bessere finanzielle Ausstattung ihrer Einrichtungen im kleinsten Bundesland.

Senat und Bürgerschaft in Bremen stehen unter dem Druck, die Neuverschuldung im Haushalt abzubauen. Gleichzeitig will der rot-grüne Senat Bildungsreformen finanzieren. Schüler. Lehrer und Eltern beklagen zu häufigen Unterrichtsausfall. In der kommenden Woche befasst sich die Bürgerschaft mit dem Landeshaushalt. Für Bildung soll insgesamt sogar mehr Geld ausgegeben werden.

Auf einem Transparent an der Spitze des Protestmarsches trugen Schüler und Studenten das Motto voran: "Bildung am Limit – Es geht um mehr." Auf anderen Plakaten hieß es "Sparen an der Bildung ist ein Angriff auf die Zukunft" oder "Die Zukunft der Uni sicherstellen - Ausreichende Grundfinanzierung". Nach Polizeiangaben verlief die Veranstaltung friedlich.

Die Gewerkschaft GEW unterstütze die Demonstration mit einem Aufruf. An den Bremer Schulen sei die Schüler-Lehrer-Relation schon jetzt schlechter als in anderen Bundesländern. Schulreform und Inklusion seien unterfinanziert und bedeuteten eine weitere Mehrbelastung für die Lehrer. Die GEW kritisierte, dass an der Hochschule Bremen 600 von bisher 2000 Studienplätze wegfallen und an der Universität Bremen in den kommenden Jahren 130 Vollzeitstellen gestrichen werden sollen.

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