Atommülllager

Grüne fordern Konsequenzen nach Asse-Skandal

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Nach Ansicht der niedersächsischen Grünen sind sowohl Industrie, Wissenschaft sowie die Politik gemeinsam schuld an den Schlampereien.

Hannover. Industrie, Wissenschaft und Politik sind nach Ansicht der niedersächsischen Grünen-Fraktion gemeinsam Schuld an den Schlampereien rund um das marode Atommülllager Asse. "Mit teils kriminellen Machenschaften hat der atomindustrielle Komplex aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel gesetzt", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel am Dienstag in Hannover.

In einem Abschlussbericht zum Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Asse nannten die Grünen als zentrale Forderungen die Rückholung des Atommülls, einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie sowie einen grundlegenden Neubeginn be der Suche nach einer langfristigen Lagerung von strahlenden Abfällen. Der Asse-Untersuchungsausschuss hatte mehr als drei Jahre lang versucht, die Schlampereien rund um das Atommülllager bei Wolfenbüttel aufzuklären. Derzeit prüfen Experten, ob die rund 126.000 Atommüllfässer aus dem maroden Salzstock geborgen werden können.

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