"Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken"

Kritik an "Wiesenhof"-Werbung auf Werder-Trikot

Netzwerk-Sprecher Michael Hettwer verwies auf die Qualzucht und die schlimmen Verhältnisse in der agrarindustriellen Hähnchenmast.

Barsinghausen. Die im niedersächsischen „Landesnetzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen haben die Verantwortlichen von Werder Bremen dringlich aufgefordert, von der geplanten Trikot-Werbung für den „Wiesenhof“-Geflügelkonzern Abstand zu nehmen.

Netzwerk-Sprecher Michael Hettwer verwies auf die Qualzucht und die schlimmen Verhältnisse in der agrarindustriellen Hähnchenmast, bei der 20 Tiere auf einem Quadratmeter zusammengedrängt würden und bei der Haltung auf dem eigenen Kot schmerzhafte Verletzungen davontrügen. Im Einzugsgebiet von Werder Bremen engagierten sich auch viele Werder-Fans gegen die Belastung durch bedrohliche Keime und Emissionen aus Agrarfabriken – diese würden einen solchen Schritt ihres Vereins nicht gutheißen und sogar Proteste in der laufenden Saison nicht ausschließen.

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„Gerade angesichts der öffentlichen Debatte um Missstände beim Wiesenhof-Konzern und absehbare weitere Skandale in der agrar-industriellen Geflügelbranche“, so Hettwer, „wäre Werder Bremen gut beraten, auf andere Sponsoren zu setzen."