Wingst

Jungwolf aus der Wingst noch immer auf Wanderschaft

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Der junge Wolf war Anfang September aus dem Zoo in Wingst entlaufen. Trotz Köder ist es bislang nicht gelungen, das scheue Tier einzufangen.

Cuxhaven. Der vor Wochen aus dem Zoo in der Wingst entwischte Jungwolf ist wohlauf, aber weiterhin auf der Wanderschaft. „Wir haben Sichtkontakt, aber er lässt sich immer noch nicht locken“, sagte der Direktor des Tierparks im Kreis Cuxhaven, Rüdiger Wandrey, am Freitag. Das Tier war Anfang September der Gesellschaft einer Altwölfin in seinem Gehege überdrüssig geworden und hatte sich unbemerkt aus dem Staub gemacht. Zwar hatten Jäger und Wolfsexperten das Jagdhund-große Tier schon bald entdeckt, aber: „Er ist scheu und schlau zugleich“, sagte Wandrey. Zwischenzeitlich war der Wolf für mehrere Tage aus dem Blickfeld seiner Häscher geraten.

Anders als der böse Wolf im Märchen genießt das Exemplar aus der Wingst die Nahrung, die Menschen ihm geben. „Er frisst die Köder, die wir auslegen, lässt sich aber nicht fangen“, sagte Wandrey. Der Zoodirektor hofft jedoch, seinen flüchtige Schützling bald wieder hinter Maschendraht und Elektrozaun bringen zu können.

Als das Tier vor zwei Wochen vorübergehend völlig von der Bildfläche verschwand, hatte Wandrey befürchtet, dass sich „Kleiner Wolf“ völlig aus dem Staub gemacht hat. Es sei denkbar, dass sich das Tier anderen Wölfen anschließe, meinte Wandrey.

Zur Zeit werde der Wolf aber bis zu fünf Mal am Tag gesichtet, sagte Wandrey. Zumeist entdecken ihn die Fahrer von Maishäckslern, die derzeit die Felder abernten. „Die lauten Maschinen machen ihn nervös; aber bald ist die Ernte vorbei, und dann versuchen wir wieder, ihn in eine Falle zu locken“, sagte Wandrey.