Berlin/Schwerin (dpa/mv). Bei einer Konferenz in Berlin beraten Vertreter aus mehr als 60 Ländern über Hilfen zum Wiederaufbau der Ukraine. Nach den Worten von Ministerpräsidentin Schwesig helfen auch regionale Partnerschaften.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrem Amt als Bundesratspräsidentin die Solidarität mit der von Russland angegriffenen Ukraine bekräftigt. „Deutschland und seine Bundesländer haben eine klare Haltung: Wir stehen an der Seite der Ukraine. Denn wir stehen gemeinsam für die Werte Europas: für ein friedliches, freies, demokratisches Zusammenleben in Vielfalt und mit gegenseitigem Respekt“, erklärte die SPD-Politikerin am Dienstag anlässlich einer hochrangig besetzten internationalen Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in Berlin.

Auch Mecklenburg-Vorpommern leiste seit Beginn des russischen Angriffskriegs seinen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine. So seien Hilfstransporte organisiert und Schutzsuchende, vor allem Frauen und Kinder, aufgenommen worden. Zu Beginn dieses Jahres habe Mecklenburg-Vorpommern eine Partnerschaft mit der Region Tschernihiw begründet und in einem ersten Schritt 250.000 Euro für den Bau von Schutzräumen in Schulen bereitgestellt.

Es gebe zudem medizinische Unterstützung durch die Universitätskliniken in Rostock und Greifswald und im Sommer würden 40 Kinder aus der Region nach Mecklenburg-Vorpommern in ein Ferien-Camp kommen, um sich zu erholen. „Wir sind überzeugt: Regionale Partnerschaften können kurzfristig in der jetzigen Notsituation konkret helfen“, sagte Schwesig und kündigte für Mittwoch die Teilnahme an einer Gesprächsrunde zur Zusammenarbeit auf regionaler Ebene an, die im Rahmen der Aufbaukonferenz stattfindet.

Bei der Wiederaufbaukonferenz beraten noch bis Mittwoch 2000 Vertreter aus etwa 60 Ländern über Hilfe für das vom Krieg schwer gezeichnete Land. Es ist keine Geberkonferenz, bei der Geld für den Wiederaufbau gesammelt werden soll, sondern es geht um die Vernetzung relevanter Akteure aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen.

Zum Auftakt hatten sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gemeinsam für eine weitere Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung zum Schutz vor russischen Angriffen eingesetzt. Scholz rief die Verbündeten dazu auf, eine entsprechende deutsche Initiative zu unterstützen. Selenskyj bekräftigte, dass mindestens sieben weitere Patriot-Systeme nötig seien, um die ukrainischen Städte und Ballungsräume zu schützen.