Rostock (dpa/mv). Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem Schweinemastbetrieb in Friedberg ist die Räumung abgeschlossen. Nun beginnen weitere Kontrollen.

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem Mastbetrieb in Friedberg bei Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist die Räumung des Betriebs abgeschlossen. „Am späten Samstagnachmittag war der Bestand durch eine Spezialfirma vollständig geräumt worden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Montag. In dem Mastbetrieb habe es etwa 3500 Schweine gegeben.

Zwei Hausschweine waren vergangenen Mittwoch in dem Betrieb durch hohes Fieber aufgefallen. Proben waren dann an das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, weitergeleitet worden. Dort hatte sich der Verdacht auf Afrikanische Schweinepest bestätigt. Daraufhin seien die entsprechenden tierseuchenrechtlichen Maßnahmen eingeleitet worden.

Um sicherzustellen, dass bei dem Ausbruch nur die Hausschweine betroffen waren, sei nun die Umgebung um den Ausbruchsbetrieb mit einer Drohne nach verendeten Wildschweinen abgesucht worden. Dabei wurden nach Angaben des Ministeriums bislang keine Kadaver gefunden. Um den Ausbruchsbestand bestehe aktuell eine Sperrzone aus Schutz- und Überwachungszone. Demnach fielen mit dem betroffenen Betrieb insgesamt 56 Schweinemastbetriebe in diese Sperrzone. Dort beginnen jetzt, so Backhaus, die Biosicherheitskontrollen durch das Veterinäramt.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und für andere Tierarten ist die Krankheit nicht ansteckend oder gefährlich.