Neubrandenburg (dpa/mv). Anfang Oktober wird ein Mann mit schweren Stichverletzungen auf einem Bürgersteig in Neubrandenburg gefunden und stirbt. Nun steht ein 20-Jähriger wegen mutmaßlichen Totschlags vor Gericht.

Ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines 21-Jährigen in Neubrandenburg muss sich ein inzwischen 20-Jähriger vor dem Landgericht Neubrandenburg wegen mutmaßlichen Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, den 21-Jährigen am 6. Oktober mit einem Messer attackiert zu haben, wie das Landgericht Neubrandenburg am Donnerstag mitteilte. Das Opfer hat den damals 19-Jährigen demnach vor dessen Wohnung wegen einer offenen Forderung aus Drogengeschäften aufgesucht. Der Prozess soll am kommenden Dienstag starten.

Der Neubrandenburger soll laut Staatsanwaltschaft unvermittelt mit einem Messer in die rechte Wange, die rechte Brust sowie in den Oberarm und die Schulter des Opfers gestochen haben. Nachdem es dem Opfer gelungen sei, sich einige Meter zu entfernen, habe der Angeklagte dem jungen Mann in den Rücken gestochen, wobei er den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen habe. Das Opfer starb infolge massiven Blutverlustes.

Der Angeklagte befindet sich den Angaben zufolge seit Mitte November in Untersuchungshaft. Für ihn gilt bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. Insgesamt sind fünf Verhandlungstermine angesetzt.

Das 21 Jahre alte Opfer war mit lebensgefährlichen Stichverletzungen auf einem Bürgersteig in Neubrandenburg gefunden worden. Rettungskräfte versuchten den Mann noch wiederzubeleben, doch er starb in einer Klinik.