Rostock. Beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem 1. FC Kaiserslautern ist ein Zuschauer auf das Spielfeld gelangt und will Spieler der Gäste attackieren. Hansa bedauert den Vorfall. Es ist nicht der Erste.

Nachdem ein Fan von Hansa Rostock beim Heimspiel auf das Spielfeld gelangt ist, um die jubelnden Profis des 1. FC Kaiserslautern zu attackieren, hat der Fußball-Zweitligist sein Bedauern geäußert. „Der F.C. Hansa Rostock entschuldigt sich beim 1. FC Kaiserslautern und seinen Spielern für diesen inakzeptablen Übergriff in aller Form und bedauert diesen Zwischenfall sehr“, teilte der Club am Samstagabend mit.

In der 76. Minute war Kaiserslautern-Stürmer Ragnar Ache nach seinem dritten Treffer zum 3:0 jubelnd Richtung Eckfahne gelaufen und feierte mit seinen Mitspielern, als ein Rostock-Anhänger auf das Spielfeld stürmte und auf die Gruppe losging. Profis beider Teams und Sicherheitskräfte hatten den Fan umgehend vom Rasen gedrängt. Ein weiterer Fan war nach Abpfiff auf das Feld gelangt, dort allerdings auf die Hansa-Profis zugelaufen.

Nach dem Spiel hatten sich rund 250 Anhänger mit der Mannschaft auf dem West-Vorplatz versammelt und ausgesprochen. Dabei habe es „keine Vorkommnisse“ gegeben, teilten die Hanseaten mit. Rostock hatte das Duell mit dem direkten Konkurrenten 1. FC Kaiserslautern mit 0:3 klar verloren und steht nach 24 Spieltagen weiter auf dem 17. Tabellenrang.

Ärger mit seinen Anhängern hat Rostock nicht zum ersten Mal in jüngerer Vergangenheit. Allein die Liste der Vergehen aus dem vergangenen Jahr ist lang: Beim Spiel gegen Darmstadt im Februar bewarfen unbekannte Täter Shuttlebusse und einen Fan-Zug. Im Hochrisikospiel am Hamburger Millerntor beim FC St. Pauli zerstörten Rostocker Fans Sanitäranlagen, danach wurde ein Ordner von einem Keramikteil getroffen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Beim 0:3 im Dezember in Paderborn lösten die Fans Schlägereien aus, bewarfen Polizisten mit Gegenständen und zerlegten Getränke- und Imbissbuden im Stadion. Laut Polizei wurden dabei 38 Menschen verletzt.

Nach den Vorfällen von Paderborn hatte Hansa mehrere Maßnahmen präsentiert. Dazu gehören bauliche Veränderungen im Stadion, der eingeschränkte Ticket-Zugang bei Auswärtsspielen und ein Choreo-Verbot bis Ende März.