Magdeburg/Dresden. In den kommenden Jahren gehen viele Mediziner im Osten Deutschlands in den Ruhestand. Aber wie kann dem Ärztemangel begegnet werden? Eine Idee wird immer breiter diskutiert.

Mehrere ostdeutsche Ärztekammern haben den Vorschlag für eine Quote für Landeskinder beim Medizinstudium begrüßt. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den östlichen Bundesländern teilweise am Limit bewegt“, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung der Ärztekammern aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vor allem der ländliche Raum sei betroffen. „Die Ärztekammern sehen es als ihr erklärtes Ziel an, die Zahl der jungen Mediziner zu erhöhen, die ihre berufliche Zukunft im Osten Deutschlands finden wollen.“ Die Schaffung einer Quote für Landeskinder im Medizinstudium sei dafür ein probates Mittel.

Am Mittwoch hatte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) neue Regeln bei der Vergabe von Studienplätzen gefordert. Bis 2030 gingen viele Ärzte im Osten in den Ruhestand. Für die Einführung einer entsprechenden Quote für Landeskinder müsste allerdings der Staatsvertrag der Bundesländer über die Hochschulzulassung geändert werden.