Gadebusch (dpa/mv). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erwartet 2024 laut Landkreis ähnlich hohe Zahlen an Asylanträgen wie 2023. Das werde die Unterbringungssituation in den Kommunen weiter verschärfen.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg baut nach der umstrittenen Flüchtlingsunterkunft in Upahl ein weiteres Container-Dorf, diesmal in der Kleinstadt Gadebusch. In der temporären Unterkunft auf dem Gelände des Polizeireviers sollen bis zu 150 Asylbewerber Platz finden, wie der Landkreis mitteilte.

Nach dem Auszug der Polizei aus dem Revier im Laufe der kommenden Jahre sei in dem Gebäude die Einrichtung einer dauerhaften Gemeinschaftsunterkunft mit bis zu 150 Plätzen geplant. Das Polizeirevier und das Gelände gehören den Angaben zufolge dem Land.

Nötig werde die Schaffung neuer Unterkünfte, da 2024 ähnlich hohe Zahlen an Asylanträgen wie 2023 erwartet würden. Dabei berief sich der Landkreis auf Aussagen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Dies werde die Unterbringungssituation in den Kommunen weiter deutlich verschärfen, hieß es.

In dem 500 Einwohner zählenden Ort Upahl wurde im Oktober 2023 eine Container-Unterkunft für bis zu 250 Menschen gegen den Willen der Gemeinde eröffnet. Sie soll ein Jahr lang genutzt werden.