Schwerin/Charlotte (dpa/mv). In North Carolina fanden Auswanderer aus Mecklenburg-Vorpommern eine neue Heimat: Mecklenburg County. Seit 30 Jahren unterhält MV dorthin eine Regionalpartnerschaft, die nun vertieft werden soll.

Mecklenburg-Vorpommern und die US-amerikanische Region Mecklenburg County wollen ihre vor 30 Jahren geknüpften partnerschaftlichen Bande wieder etwas enger ziehen. Wie der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann (SPD), am Donnerstag in Schwerin mitteilte, wird er vom 2. bis 6. März mit fünf weiteren Vertretern aus Politik, Kultur und Wissenschaft des Landes nach North Carolina reisen, um dort an einer Jubiläumsfeier zur Partnerschaft teilzunehmen. Geplant seien zudem Gespräche mit Regionalpolitikern und Vertretern aus Verwaltung und Wirtschaft. Dahlemann verspricht sich von den Treffen Impulse für die Vertiefung bestehender und das Knüpfen neuer Kontakte. Für Mecklenburg-Vorpommern seien die USA bereits zweitwichtigster Handelspartner.

Neben der Rostocker Universitäts-Rektorin Prof. Elizabeth Prommer gehören laut Dahlemann auch der Anklamer Bürgermeister, Michael Galander, und die Museumsleiterin von Schloss Mirow, Susanne Bocher, der Delegation an. Anklam und den Ort Kill Devil Hills in North Carolina verbindet die Erinnerung an die Flugpioniere Otto Lilienthal sowie Orville und Wilbur Wright, denen in ihren Heimatregionen jeweils Gedenkstätten gewidmet sind.

Der Name der Stadt Charlotte, einem wichtigen Handelszentrum in North Carolina, geht auf die aus Mecklenburg-Strelitz stammende britische Königin Sophie Charlotte (1744-1818) zurück. Die Großstadt ist das Zentrum der Region Mecklenburg County, in der einst Auswanderer aus Mecklenburg-Vorpommern eine neue Heimat fanden. Die Prinzessin aus Mirow ging 1761 als 17-Jährige nach London, wo sie Georg III. heiratete und Königin eines Weltreiches wurde.