Schwerin (dpa/mv). Schon wieder ruft die Gewerkschaft Verdi im Nordosten zu einem Warnstreik im ÖPNV auf. Der Kommunale Arbeitgeberverband reagiert mit Unverständnis.

Aus Sicht des Kommunalen Arbeitgeberverbands Mecklenburg-Vorpommern hilft ein weiterer Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Blick auf die Tarifverhandlungen nicht weiter. „Das ist jetzt der vierte Warnstreiktag nach der letzten Verhandlungsrunde. Er hilft in der Sache aber nicht weiter“, sagte die Verbandsgeschäftsführerin Carola Freier am Donnerstag laut Mitteilung.

Für diesen Freitag sind von der Gewerkschaft Verdi in fast allen Bundesländern Beschäftigte im ÖPNV zum Warnstreik aufgerufen worden. In Schwerin sollen Kundgebungen und ein Demozug stattfinden. Von dem Warnstreik betroffen sind laut Verdi die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim, die Rostocker Straßenbahn AG, Nahbus Nordwestmecklenburg, Rebus Regionalbus Rostock, die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald, die Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH und die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. „Wir gehen davon aus, dass es eine große Beteiligung geben wird“, sagte ein Sprecher von Verdi. Unterstützt wird die Gewerkschaft von der Klimaschutzbewegung Fridays for Future, die unter dem Motto „Wir fahren zusammen“ zu einem bundesweiten Klimastreiktag aufruft.

Zu den Forderungen von Verdi für einen neuen Manteltarifvertrag im ÖPNV im Nordosten gehören unter anderem sieben Tage mehr Urlaub, eine Begrenzung der Schichtlänge auf maximal zehn Stunden und Mindestruhezeiten von zwölf Stunden. Die Verhandlungen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband sollen am kommenden Montag fortgeführt werden.