Schwerin (dpa/mv). Wer am 29. Februar geboren ist, kann in diesem Jahr seinen Geburtstag wieder an seinem tatsächlichen Geburtstag feiern. Zudem dürften wieder Dutzende Kinder in MV das Licht der Welt erblicken.

Rein statistisch dürften in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr wieder Dutzende Babys an einem seltenen Tag das Licht der Welt erblicken. Weil 2024 ein Schaltjahr ist, gibt es mit dem 29. Februar wieder auf 366 statt 365 Tage. In der Vergangenheit seien an diesem Tag im Nordosten jeweils rund 30 bis 40 Menschen geboren worden, teilte das Statistische Amt mit. Wie viele Menschen derzeit in MV leben, die an diesem Tag Geburtstag haben, ist demnach allerdings nicht bekannt.

Zuletzt kamen 2020 an dem zusätzlichen Tag den Angaben zufolge 38 Kinder zur Welt, für deren Mutter Mecklenburg-Vorpommern als Wohnort registriert war. 2016 waren es demnach 28 und 2012 35. 2008 und 2004 wurden jeweils 29 und 2000 40 entsprechende Neugeborene registriert.

Ist gerade kein Schaltjahr, können Schalttagskinder sowohl am 28. Februar als auch am 1. März Geburtstag feiern. Offiziell werden sie nach Angaben des Statistischen Bundesamt aber erst am 1. März in Jahren ohne 29. Februar ein Jahr älter. Das sehe das Bürgerliche Gesetzbuch so vor.

Der Grund für den Zusatztag ist ein astronomischer: Für die Sonnenumrundung braucht die Erde nicht exakt 365 Tage, sondern: 365 Tage, fünf Stunden und fast 49 Minuten. Der Schalttag wird in der Regel alle vier Jahre eingeschoben, um die Abweichung zwischen dem astronomischen - dem Sonnenjahr - und dem Kalenderjahr auszugleichen.