Berlin/Schwerin (dpa/mv). Manuela Schwesig tauscht sich am Montag als Bundesratspräsidentin mit dem estnischen Parlamentspräsidenten aus. Dabei stellt sie fest: Zwischen Estland und MV ist eine engere Zusammenarbeit möglich.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrer Funktion als Bundesratspräsidentin am Montag den estnischen Parlamentspräsidenten Lauri Hussar in Berlin getroffen und dabei deutlich gemacht, dass Deutschland zu den baltischen Staaten hält. „Die baltischen Staaten stehen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine besonders unter Druck. Es war mir wichtig, im Gespräch deutlich zu machen, dass Deutschland an der Seite der baltischen Staaten steht“, sagte die SPD-Politikerin laut Mitteilung. „Der estnische Parlamentspräsident hat deutlich gemacht, dass der Einsatz der deutschen Soldatinnen und Soldaten in Litauen ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im ganzen Baltikum ist.“

In dem Austausch habe man festgestellt, dass bei vielen Themen eine engere Zusammenarbeit zwischen Estland und MV möglich sei. „So ist Estland ein Vorreiter bei der Digitalisierung. Bei der Stromversorgung will das Land dorthin, wo wir in Mecklenburg-Vorpommern schon sind. Estland will seinen Strombedarf 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien decken.“ Ein interessantes Projekt sei der Bau eines sogenannten Seekabels zwischen Estland und Deutschland, das in Mecklenburg-Vorpommern anlanden könnte. „Solche Kabel zwischen Ländern erhöhen die Versorgungssicherheit und sind auch wichtig für den Ausbau der Windkraft auf See“, äußerte Schwesig.