Schifffahrt

Rumpf des Schulschiffs «Greif» wird in Stralsund repariert

Greifswald/Stralsund (dpa/mv). Der Rumpf des Traditionsseglers «Greif» soll in Stralsund repariert werden. Die Stralsunder Dockgesellschaft habe sich bereit erklärt, die dringend notwendigen Arbeiten zu übernehmen, teilte die Stadt Greifswald als Eigner des Schiffes am Dienstag mit. Auf der Werft in Stralsund sollen demnach vor allem Reparaturen an der Außenhaut erfolgen. Das Schiff soll dafür voraussichtlich Mitte Oktober aus Greifswald überführt werden. Auch die Stadt Stralsund als neue Eigentümerin der Werft und der technischen Anlagen unterstütze das Projekt.

«Aufgrund der Korrosion des Schiffsrumpfes müssen diverse Stahlplatten und Spanten ausgetauscht werden», erläutert der für das Schiff zuständige Betriebsleiter Friedrich Fichte. «Intakte Stahlplatten werden entrostet und neu konserviert, um diese langfristig zu erhalten. Diese Arbeiten sind dringend erforderlich und können nun nicht mehr länger aufgeschoben werden.»

Das 35 Meter lange Segelschulschiff liegt laut Stadt seit 2020 seeuntüchtig in ihrem Heimathafen im Stadtteil Wieck und wurde durch Eigenleistungen der Stammcrew und mit Hilfe eines Fördervereins im Inneren nahezu vollständig entkernt. Die «Greif» sei noch fahrtüchtig, es brauche für die Überfahrt aus eigener Kraft allerdings behördliche Ausnahmegenehmigungen.

Eine europaweite Ausschreibung für eine Komplettsanierung sei im Sommer ergebnislos geblieben, nun sollen die einzelnen Gewerke separat angefragt werden. Dazu gehörten unter anderem weitere Stahlarbeiten, beispielsweise zur Sanierung des Decks, die Erneuerung der Takelage, der Maschinenanlage sowie der Innenausbau.

Die «Greif» wurde nach Angaben der Stadt 1951 gebaut und anlässlich des 75. Geburtstages des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, in Dienst gestellt. Dessen Namen habe das Schiff bis 1991 getragen.