Tourismus

Aussichtspunkt auf dem Königsstuhl schließt

Touristen besuchen den Aussichtspunkt auf dem Königsstuhl.

Touristen besuchen den Aussichtspunkt auf dem Königsstuhl.

Foto: Stefan Sauer/dpa/Archiv

Nach mehrmaligem Verschieben ist es nun wirklich so weit: der Aussichtspunkt auf dem Königsstuhl auf Rügen soll am Sonntag für immer schließen. Bevor es so weit ist, soll es romantisch werden.

Sassnitz (dpa/mv). Nach mehrmaligem Verschieben des Termins soll am Sonntag der Aussichtspunkt auf dem Königsstuhl auf Rügen endgültig für Besucher schließen. Zum Finale auf dem 118 Meter hohen Felsen findet seit Freitag ein Abschlussprogramm rund um die Romantik statt. Die Kreidefelsen auf Rügen sind nicht zuletzt durch den romantischen Maler Caspar David Friedrich bekannt.

Nach Angaben des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl können sich Besucherinnen und Besucher auf dem Felsen in historischer Kleidung fotografieren. Ebenso soll es Lesungen und Führungen geben. Am Sonntag ab 15.30 Uhr soll dann der Königsstuhl im Beisein des Schweriner Umweltministers Till Backhaus (SPD) feierlich geschlossen werden.

Im kommenden Jahr sollen Besucher dann eine neue Aussichtsplattform begehen können. Die Schließung war wegen Bauverzögerungen immer wieder nach hinten verschoben worden. Die neue Plattform - der sogenannte Königsweg - soll an einem Mast hängend mehrere Meter über dem Kreidefelsen schweben und so das Areal vor Erosion durch das Betreten schützen.

Zum Königsstuhl kommen nach früheren Angaben des Nationalpark-Zentrums jährlich normalerweise ungefähr 300 000 Besucher. Die erste bekannte Erwähnung des Königsstuhls stamme von 1584. Etwa im späten 17. bis 18. Jahrhundert habe der Tourismus hier bereits eingesetzt.