Forderungen

LSB beklagt Kürzungen im Sport: Mehr Gespräch mit Ministerin

Stefanie Drese (SPD), Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern.

Stefanie Drese (SPD), Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild

Schwerin (dpa/mv). Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern (LSB) hat Sportministerin Stefanie Drese aufgefordert, Kürzungen der Finanzen für den Sport im Land zu stoppen. Das berichtet der NDR, dem ein Brief des LSB an die SPD-Politikerin vorliegt. In dem Schreiben wird beklagt, dass es öffentlich die Zusage gebe, die Förderung wenigstens nicht zu reduzieren. Tatsächlich seien die Mittel für den Sport um jährlich 750.000 Euro gekürzt worden, heißt es. «Offenheit und vertrauensvolle Zusammenarbeit verstehen wir anders», schrieb LSB-Präsident Andreas Bluhm und bekannte, er sei «verwundert».

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport habe laut NDR erwidert, «dass die Mittel im Sportfördergesetz des Landes mit dem Landeshaushalt von 8,95 Millionen Euro auf 11,92 Millionen Euro aufgestockt worden» seien.

Bluhm verwies zudem auf eine Kostenexplosion bei den Energie, Bau- und Betriebskosten. Beim Neubau der Segelsportschule in Rostock-Warnemünde drohen Mehrkosten von rund 8,5 Millionen Euro. SPD-Sportexperte Tilo Gundlack räumte ein: Das Land könne nicht mehr so viel Geld geben, auch die Kommunen müssten ihren Beitrag leisten. Das geforderte Gespräch zwischen LSB und Sportministerium soll für den 18. August geplant sein.