Umwelt

Fischsterben: 31 Tonnen toter Tiere am Bodden gesammelt

dpa
Tote Fische aus dem Kleinen Jasmunder Bodden auf der Insel Rügen liegen in einem Container.

Tote Fische aus dem Kleinen Jasmunder Bodden auf der Insel Rügen liegen in einem Container.

Foto: dpa

Lietzow/Schwerin. Nach dem massenhaften Fischsterben am Kleinen und Großen Jasmunder Bodden wurden von Helfern ungefähr 31 Tonnen an toten Fischen geborgen. An der Bergungsaktion hätten zwischenzeitlich über 70 Helfer des Technischen Hilfswerks, des Anglerverbandes, des Biosphärenreservates Südost-Rügen und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Vorpommern teilgenommen, teilte das Umweltministerium am Freitag in Schwerin mit. Die Fische würden nun zur fachgerechten Entsorgung in die Tierkörperbeseitigungsanlage nach Malchin gebracht.

Der Auslöser für das Massensterben ist laut dem Ministerium weiter unklar. Zuvor waren bereits Wasser- und Kadaver-Proben ausgewertet worden, ohne Ergebnis. Nun hieß es erneut, "derzeit werden Wasserproben mit aufwendigen wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden analysiert". Solange es keine konkreten Ergebnisse gebe, soll den Angaben zufolge kein Fisch aus den Gewässern geangelt, verarbeitet oder gegessen werden, auch Haustiere wie Hunde und Katzen sollen fernbleiben. Zudem sollen Bürgerinnen und Bürger auf das eigenhändige Einsammeln von toten Fischen verzichten.

Der kleine Jasmunder Bodden wird nach den Worten des Ministeriums in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt beobachtet. Sollte sich das Fischsterben fortsetzen, werde erneut geräumt.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-711447/2

( dpa )