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Linke: Caffiers Deal im Untersuchungsausschuss behandeln

dpa

Schwerin. Die Linkspartei im Schweriner Landtag will den Waffendeal des ehemaligen Innenministers Lorenz Caffier (CDU) im Untersuchungsausschuss zur Aufklärung rechter Terrornetzwerke in Mecklenburg-Vorpommern behandeln. "Lorenz Caffier ließ sich eine Waffe von Frank T. zu einem Zeitpunkt schenken, zu dem den Sicherheitsbehörden eine Verbindung des Schießplatzbetreibers zum Nordkreuz-Netzwerk bekannt gewesen sein müsste", sagte der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel, am Freitag in Schwerin. Die Annahme einer scharfen Schusswaffe zur "Klimapflege" sei nicht nur moralisch fragwürdig.

Aus Sicht des Linken-Politikers muss geklärt werden, ob Caffier sich erpressbar gemacht und ob das Innenministerium die Aufklärung des Nordkreuz-Komplexes bewusst ausgebremst habe, um den damaligen CDU-Minister zu schützen.

Das Amtsgericht in Güstrow teilte am Freitag mit, dass ein wegen Vorteilsnahme in zwei Fällen erteilter Strafbefehl gegen Caffier rechtskräftig ist. Der Politiker muss demnach 13.500 Euro zahlen.

Caffier soll laut Staatsanwaltschaft die halbautomatische Kurzwaffe im Wert von rund 800 Euro im Januar 2018 unentgeltlich von dem Händler erhalten und an einem kostenlosen Schießtraining zur Einweisung teilgenommen haben. Auch die Munition sei kostenlos gewesen. Das Amtsgericht ordnete in dem Zusammenhang zudem die Einziehung der Handfeuerwaffe an.

Caffier hatte bereits beim Erlass des Strafbefehls auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärt, dass er sich zu dem Vorgang nicht äußern werde. Er war im November 2020 als Minister zurückgetreten, als der Waffenerwerb öffentlich geworden war.

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( dpa )