Wohnen

Umlage von Kosten: Mieterbund widerspricht Vermieterverband

dpa

Schwerin. Mehrkosten der Vermieter für Heizkosteninformationen per Brief dürfen laut Mieterbund in Mecklenburg-Vorpommern nicht auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) hatte zuletzt vor steigenden Heizkostenabrechnungen gewarnt, besonders wenn Mieter sich dafür entscheiden, neu vorgeschriebene monatliche Heizkosteninfos per Post zu beziehen.

Die Kosten für den Postversand seien nicht umlagefähig, hieß es dagegen am Freitag vom Geschäftsführer des Mieterbundes im Nordosten, Kai-Uwe Glause, in Schwerin. Bisher konnten Vermieter die Kosten der Übermittlung der jährlichen Betriebs- und Heizkostenabrechnung seinen Angaben zufolge ebenfalls nicht auf die Mieter umlegen. Glause warf den im VNW organisierten Unternehmen vor, seit Anfang Dezember unseriös vorzugehen, weil behauptet werde, die Mieter müssten die Mehrkosten durch die Übermittlung tragen.

Der VNW beharrte indes in einer Mitteilung vom Freitag auf der Weitergabe der Portokosten an die Mieter. VNW-Direktor Andreas Breitner forderte den Mieterbund zudem auf, lieber mit den Vermietern gemeinsam eine Abschaffung der Regelung anzustreben. Diese sei bürokratisch und zudem nicht nachhaltig.

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( dpa )