Brände

Drei Brände und ein Toter: Gutachter sollen Umstände klären

dpa
Auf dem Einsatzfahrzeug ist in gelber Farbe der Schriftzug "Feuerwehr" zu lesen.

Auf dem Einsatzfahrzeug ist in gelber Farbe der Schriftzug "Feuerwehr" zu lesen.

Foto: dpa

In Mecklenburg-Vorpommern machen kurz hintereinander drei Brände den Feuerwehren zu schaffen. Ein Ferienhaus, eine Scheune und eine Wohnung brennen. Ein Mann stirbt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Malchin/Karlshagen/Teldau. Drei Brände in Malchin (Mecklenburgische Seenplatte), auf der Insel Usedom und in Teldau (Ludwigslust-Parchim) beschäftigen die Polizei im Nordosten. Bei dem Wohnungsbrand in Malchin wurde ein Mann tot gefunden, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die genaue Todesursache des Mieters sei aber noch unklar. In Karlshagen aus Usedom brannte ein reetgedecktes Ferienhaus nieder. In diesen beiden Fällen wird wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Im Teldauer Ortsteil Bandekow brannte eine Scheune aus.

In allen drei Fällen sollen nun Fachleute die genauen Brandursachen herausfinden, wie Polizeisprecher sagten. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 520.000 Euro geschätzt.

In Karlshagen stand das Reetdachhaus bereits komplett in Flammen, als die Feuerwehren am Donnerstagabend anrückten. Sie konnten nur verhindern, dass nicht noch mehr Ferienhäuser in der Siedlung Feuer fingen. In dem ausgebrannten Haus waren keine Bewohner. Allein hier wurde der Sachschaden auf 400.000 Euro geschätzt. In der Scheune in Bandekow standen laut Polizei mehrere Fahrzeuge, darunter ein Wohnwagen und mehrere Mopeds, die auch den Flammen zum Opfer fielen.

In Malchin brach das Feuer am Donnerstagabend in der dritten Etage des fünfgeschossigen Hauses im Stadtzentrum aus. Ein Brandmelder hatte Alarm geschlagen. Die Kameraden konnten das Feuer in der Zwei-Raum-Wohnung löschen. Danach wurde die Leiche des Mannes gefunden, der dort allein lebte.

Rechtsmediziner sollen nun mit Hilfe einer Obduktion klären, woran der 59-Jährige starb. Ein Sachverständiger untersucht den Brandort, um die Ursache für das Feuer zu finden. Derzeit wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-704663/4

( dpa )