Schifffahrt

Sanierung der "Greif" verzögert sich: Ausschreibungen

dpa

Greifswald. Für die Sanierung des Segelschulschiffs "Greif" ist nach Angaben der Stadt Greifswald die Ausschreibung gestartet. Nach dem Erhalt eines Zuwendungsbescheides vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege suche man derzeit nach geeigneten Werften, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Sie ist Eigentümerin des Schiffes, das derzeit im Hafen von Wieck bei Greifswald liegt. Das Land fördere das Denkmal mit einer halben Millionen Euro. Insgesamt würden 3,5 Millionen benötigt. Geldgeber seien unter anderem auch die Stadt, der Bund, Stiftungen und Spender.

Wegen des aufwendigen Ausschreibungsverfahrens könne das Schiff erst im Frühjahr 2022 zu einer entsprechenden Werft überführt werden. Eine vollständige Segelsaison sei damit für 2022 nicht mehr realistisch. "Wir hoffen, am Ende der Saison 2022 noch Törns anbieten zu können", wird Betriebsleiter Friedrich Fichte zitiert.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Rahsegler Greif seien schon umfassende Arbeiten am Schiff vorgenommen worden. So sei etwa das Innere des Schiffes fast vollständig demontiert, hölzerne Mastverlängerungen abgenommen sowie Stabilitätstests durchgeführt worden. Demnächst solle das Holzdeck abgenommen werden. Wegen Korrosionsschäden am Stahlrumpf gelte das Schiff derzeit als nicht seetüchtig.

Die "Greif" wurde nach Angaben der Stadt 1951 gebaut und anlässlich des 75. Geburtstages des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, in Dienst gestellt. Dessen Namen habe das Schiff bis 1991 getragen.

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( dpa )