Brauchtum

Erster großer Weihnachtsmarkt in MV von Corona gestoppt

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dpa
Eine Schaustellerin telefoniert vor ihrem geschlossenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt.

Eine Schaustellerin telefoniert vor ihrem geschlossenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt.

Foto: dpa

Die Organisatoren von Weihnachtsmärkten stehen angesichts verschärfter Corona-Auflagen vor Herausforderungen. Für einige sind sie nicht zu bewältigen.

Neubrandenburg. Mit dem Neubrandenburger Weberglockenmarkt muss der erste große Weihnachtsmarkt im Nordosten wegen der Corona-Pandemie wieder schließen. Nach den Verschärfungen der Corona-Regeln im Landkreis hatten die Stände und Fahrgeschäfte am Donnerstag nicht geöffnet. Bei Regen begannen enttäuschte Betreiber von Fahrgeschäften bereits mit dem Abbau.

Nach Beratungen mit dem Landkreis über mögliche Hygienekonzepte habe man entschieden, den Weihnachtsmarkt nicht wieder zu öffnen, sagte eine Sprecherin der Stadt am Nachmittag. "Wir bedauern das sehr." Der Weberglockenmarkt war erst am Mittwoch eröffnet worden.

Zusätzlich zu den Verschärfungen der Corona-Regeln, die seit Donnerstag landesweit gelten, gibt es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte weitere Auflagen. Dazu gehört die 2G-plus-Regel für Weihnachtsmärkte - also abgesehen von Ausnahmen etwa für Kinder unter sieben Jahren nur Zugang für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem negativen Coronatest.

Die Stadt sehe sich nicht in der Lage, diese Auflagen umzusetzen, sagte die Sprecherin. So könne man etwa den entsprechenden Innenstadtbereich nicht einzäunen und den Zugang kontrollieren. Bürgermeister Silvio Witt (parteilos) habe Bund und Land kritisiert - die ganze Verantwortung laste derzeit auf den Kommunen. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gilt mit Rot die höchste Corona-Warnstufe.

Unterdessen öffnete am Donnerstag der Greifswalder Weihnachtsmarkt auf dem Markt vor dem Rathaus. Die Einhaltung der 2G-Regel - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene oder in Ausnahmen etwa für Schwangere oder Jugendliche nur mit Testnachweis - wird laut Stadt an den beiden Zugängen zum eingezäunten Markt kontrolliert. Die Zahl der zugelassenen Besucher sei auf 1000 begrenzt.

Die Betreiber des Stralsunder Weihnachtsmarktes informierten am Donnerstag über die Umsetzung der 2G-Regel. Bei Standbetreibern sollen Besucher Stempel auf die Hand erhalten, wenn sie etwa einen Immunisierungsnachweis oder in den geltenden Ausnahmen einen Testnachweis vorlegen. Mit diesem Stempel könnten die Besucher auch die Angebote an anderen Ständen nutzen. Ab Samstag soll die 2G-plus-Regel gelten.

Die Kurverwaltung des Ostseebads Sellin auf Rügen sagte am Donnerstag den geplanten Weihnachtsmarkt und das Höhenfeuerwerk am Silvesterabend ab. Auch der für die Adventswochenenden geplante Weihnachtsmarkt vor dem als Festspielort bekannten Schloss Ulrichshusen ist mittlerweile von den Veranstaltern abgesagt worden.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-142008/3

( dpa )