Kriminalität

Polizei lässt erneut Hausboot-Betrugsseite vom Netz nehmen

dpa
Der Nummer des Polizeinotrufs 110 steht auf der Scheibe eines Polizeifahrzeugs.

Der Nummer des Polizeinotrufs 110 steht auf der Scheibe eines Polizeifahrzeugs.

Foto: dpa

Neubrandenburg. Die Polizei hat an der Mecklenburgischen Seenplatte zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate eine Internetseite von Hausboot-Betrügern vom Netz nehmen lassen. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Neubrandenburg sagte, handelt es sich um die Seite "Top-Hausboot24.de". Dort sei mit falschen Fotos und relativ günstigen Preisen um Bootsurlauber geworben worden. Betroffene sollten sich bei den Ermittlern melden.

Das Internetportal sei professionell gestaltet und schwer als Betrug erkennbar gewesen. Es gab einen Firmensitz in Malchow an, was aber falsch war. Laut Polizei hat ein Nutzer einen Handelsregistereintrag zu der Firma überprüft und den Betrug dann gemeldet. Die Ermittlungen zu den dazugehörigen Konten führten ins Ausland, so gebe es Konten in Großbritannien und Spanien.

Derzeit werde noch geprüft, ob es einen Zusammenhang zu einer Fake-Hausbootseite gibt, auf die im Sommer einige Bootsmieter hereingefallen waren. In dem Fall habe das Geld der Geschädigten - etwa mehrere tausend Euro insgesamt - nicht mehr gerettet werden können. Die Opfer stammten aus dem ganzen Bundesgebiet. Betroffene reisten damals sogar nach Waren, fanden aber weder ihr Boot noch einen Vermieter. Die Fake-Adresse war eine Ferienwohnung in Waren am Stadthafen.

Hausbooturlaub ist wegen vieler Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie in der Gunst der Urlauber stark gestiegen.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-141117/2

( dpa )