Schulen

Landeselternrat: Digitalunterricht vielerorts wieder Norm

dpa
Ein Schüler erledigt Aufgaben im Rahmen des Homeschooling.

Ein Schüler erledigt Aufgaben im Rahmen des Homeschooling.

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Schwerin. An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Digitalunterricht wegen vieler Krankheitsfälle nach Darstellung des Landeselternrats vielerorts wieder die Norm. Darauf sei man weiter schlecht vorbereitet. Man stehe wieder exakt an dem Punkt, an dem man bereits vor zwölf Monaten stand, sagte der Vorsitzende Kay Czerwinski der Deutschen Presse-Agentur. Häufige Quarantäne-Fälle und auch Corona-unabhängige Krankheitsfälle unter Lehrkräften erzwängen an den Schulen den Distanzunterricht.

Der Politik wirft er mangelnde Vorbereitung vor. Weder sei die Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern erfolgt, noch die der Lehrkräfte sowie Kindern und Jugendlichen aus finanzschwächeren Familien mit Schullaptops. "Wir sind nicht in der Lage, digitalen Unterricht zu gewährleisten", stellte Czerwinski fest.

Infektionsherde seien die Schulen jedoch auch weiterhin nicht: Aus Sicht des Elternvertreters werden die Infektionen weiter von außen in die Schulen getragen. Die regelmäßigen Testungen sorgten nur dafür, dass sie auch entdeckt würden. So zeigten sich zwar die hohen Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen an den Schulen, sie seien dort aber nicht entstanden.

Der Elternvertreter beobachtet die Situation in anderen Bundesländern mit Sorge, wo wie in Brandenburg die Präsenzpflicht an Schulen bereits aufgehoben ist und wieder über Lockdown und Distanzunterricht diskutiert wird. In Mecklenburg-Vorpommern dachte Bildungsministerin Simone Oldenburg zuletzt zumindest laut über das Aussetzen des Sportunterrichts nach. Aus Sicht von Czerwinski müssen die Schülerinnen und Schüler damit wieder besonders unter den Versäumnissen der Gesamtgesellschaft leiden.

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( dpa )