Regierung

Staatskanzlei-Mitarbeiter können bei Sauberkeit Hand anlegen

dpa

Schwerin. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatskanzlei in Schwerin können selbst etwas für die Sauberkeit in den Büroräumen tun. Dafür stehen mehrere Akku-Staubsauger zur Verfügung, wie ein Regierungssprecher am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Hintergrund der Maßnahme sind Einsparungen. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Seit dem 1. April werden laut dem Regierungssprecher die Büroräume in der Staatskanzlei nur noch alle zwei Wochen statt jede Woche gereinigt. Nicht betroffen seien davon mehrere Räume, in denen Gäste empfangen werden. Dazu zähle etwa das Büro von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Das Finanzministerium hatte die Maßnahme Ende vergangenen Jahres mit der schwierigen Haushaltslage durch die Corona-Krise begründet. Um jährlich bis zu 1,2 Millionen Jahr im Jahr zu sparen, sollen Büros in Mecklenburg-Vorpommerns Landesverwaltung nur alle zwei Wochen statt jede Woche gereinigt werden. Das Ministerium hatte bei der Begründung zudem auf den gestiegenen Anteil von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice verwiesen.

Die Linksfraktion kritisierte das Vorgehen der Landesregierung. "Die Beschäftigten der Reinigungsfirmen sollen herangezogen werden, um die Corona-Rechnung zu begleichen. Es schlägt dem Fass den Boden aus, dass die Landesregierung vorangeht, die Kosten auf die schwächsten Schultern zu laden. Das ist nicht hinnehmbar", sagte die Oppositionspolitikerin Simone Oldenburg. Bezahlen müssten nach ihrer Auffassung "die Superreichen, die ihre Gewinne in der Krise verdoppelt und verdreifacht haben."

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( dpa )