Kirche

Synode will Erhöhung der Pastorenbezüge bis 2022 aufschieben

Ein Pastor verfolgt den Gottesdienst.

Ein Pastor verfolgt den Gottesdienst.

Foto: dpa

Kiel. Die Pastorinnen und Pastoren der Nordkirche sollen länger als geplant auf eine Erhöhung ihrer Bezüge warten. Grund ist der dramatische Einbruch der Kirchensteuereinnahmen durch die Corona-Pandemie. Die Landessynode sprach sich am Freitag am zweiten Tag ihrer Online-Sitzung mit großer Mehrheit dafür aus, die linearen Besoldungserhöhungen bis Ende Dezember 2022 auszusetzen. Die Kirchenleitung soll jetzt bis spätestens November 2021 ein entsprechendes Gesetz erarbeiten, das die automatische Übernahme des Tarifabschlusses des Öffentlichen Dienst des Bundes bis Dezember 2022 aussetzt.

"Damit entkoppelt sich die Nordkirche für einen zeitlich begrenzten Zeitraum vom Tarifsystem des Bundes und verschafft sich angesichts der finanziell angespannten Lage aufgrund der Kirchensteuerausfälle mehr Handlungsspielraum", sagte Propst Hans-Heinrich Melzer, Mitglied der Synode. "Ziel ist es, zum 1. Dezember 2022 wieder in die neue Phase der Besoldungserhöhung einzusteigen."

Weitere Themen der Synode waren der Bericht von Bischöfin Kirsten Fehrs aus dem Sprengel Hamburg und Lübeck sowie Wahlen zur Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zur Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Wegen der Corona-Pandemie tagte das Kirchenparlament erstmals in seiner Geschichte online. Auch der Eröffnungsgottesdienst im Schweriner Dom war per Stream in den virtuellen Tagungsraum übertragen worden.