Ungewöhnlicher Einsatz

Schaf führt Bundespolizei auf Spur von Graffitisprayern

Das verängstigte Kamerunschaf am Rande der Bahnstrecke.

Das verängstigte Kamerunschaf am Rande der Bahnstrecke.

Foto: Bundespolizeiinspektion Rostock

Kamerunschaf büxt durch zerstörten Zaun aus und verirrt sich auf Bahngleise. Beim Halter entdecken die Beamten verdächtige Bilder.

Rostock. Die Bundespolizei hat an der Bahnstrecke Bad Doberan-Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ein westafrikanisches Zwergschaf gerettet und ist so auf die Spur von Graffitisprayern gekommen.

Wie die Bundespolizei Rostock am Mittwoch mitteilte, hatte ein Lokführer am Dienstag gegen 14 Uhr zunächst gemeldet, dass sich in der Nähe des Bahnhofs Althof Ziegen auf die Bahnstrecke verirrt hätten. Die kurz darauf eintreffenden Bundesbeamten entdeckten ein Tier, das völlig verängstigt neben dem Schotterbett in einem Brombeerbusch kauerte.

Die vermeintliche Ziege wurde als Kamerunschaf identifiziert

Das Tier wurde als Kamerunschaf, ein westafrikanisches Zwergschaf, identifiziert. Aufgrund seines kurzen Fells ist es offenbar leicht mit einer Ziege zu verwechseln. Die Polizisten konnten schließlich den Halter des Schafs ermitteln, der das verletzte Tier barg und auf sein Grundstück zurückbrachte.

Die Beamten entdeckten bei der Kontrolle des Grundstücks mehrere Überstiegs- und Untertunnellungsstellen am Zaun. Ermittlungen ergaben schließlich, dass der Zaun durch Graffitisprayer zerstört worden war. Diese waren offensichtlich häufiger nachts über den Zaun auf das Grundstück des Tierhalters geklettert, um dessen Lagerhallen mit Graffitis zu besprühen. Die Anzahl der dort angebrachten Graffitis bestätigt diesen Verdacht.

Die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen werden durch die Bundespolizei geführt.

( ced )