Kommunen

Verdi: Tarifgespräche im Nahverkehr vertagt

Eine Fahne der Gewerkschaft Verdi.

Eine Fahne der Gewerkschaft Verdi.

Foto: dpa

Schwerin. Bei Bussen und Straßenbahnen in Mecklenburg-Vorpommern drohen weitere Warnstreiks. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen wurde am Freitagabend ergebnislos vertagt, wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte. Die Gespräche sollen am 28. Januar fortgesetzt werden. Der Kommunale Arbeitgeberverband war zunächst nicht zu erreichen.

Arbeitsniederlegungen seien bis dahin nicht ausgeschlossen und würden erst am Vorabend angekündigt. Es sei nicht gelungen, mit dem Arbeitgeberverband eine für die Fahrgäste günstigere Variante zu vereinbaren. Bereits am Donnerstag hatte es einen Warnstreik gegeben, wovon unter anderem der Schülerverkehr in Teilen des Landes betroffen war.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 1500 Beschäftigten 2,06 Euro mehr pro Stunde bei einer Laufzeit des Vertrages von einem Jahr. Dies entspricht dem Sprecher zufolge für die unterste Einkommensgruppe einem Plus von 15 Prozent. Zudem fordert Verdi 100 Euro extra im Monat, um den Abstand zu den Einkommen der Kollegen in Schleswig-Holstein zu verkleinern. Ein Angebot der Arbeitgeber sei weder substanziell noch strukturell für die Gewerkschaft zu akzeptieren, so der Sprecher.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte die Gewerkschaftsforderung als wirtschaftlich nicht tragbar zurückgewiesen. Würde sie erfüllt, wären Fahrpreiserhöhungen, Angebotseinschränkungen und Restrukturierungsmaßnahmen die Folge, hatte der Verband erklärt.