Agrar

Erste Brüterei: Ende Januar schlüpfen 25 000 Küken

Wenige Tage alte Küken.

Wenige Tage alte Küken.

Foto: dpa

Gnoien. Ende Januar schlüpfen in der ersten Bio-Brüterei Mecklenburg-Vorpommerns in Gnoien (Landkreis Rostock) die ersten Küken. Anfang Januar seien erstmals gut 25 000 Bruteier in die Brutapparate eingelegt worden, teilte Geschäftsführerin Annalina Behrens am Donnerstag mit. Der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof, einer der großen Bio-Eierproduzenten in Deutschland, hat die Brüterei im vergangenen Jahr errichtet. Eigentlich sollten schon zur Jahresmitte eigene Bio-Küken an die Mitgliedsbetriebe geliefert werden. Jedoch habe sich die Fertigstellung der letzten Lüftungs- und Klimatechnikteile noch bis in den Dezember gezogen, sagte Behrens.

Im Anschluss an den ersten Schlupf ist nach ihren Worten wöchentlich die Einlage von Bruteiern geplant. "Die Nachfrage von dritten Bio-Betrieben ist erfreulich gut." Interesse bestehe in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sollen rund 1,5 Millionen Küken in Gnoien schlüpfen.

Bislang ließ der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof die befruchteten Eier in den Niederlanden ausbrüten. Die Küken wurden drei Wochen später dort wieder abgeholt. Bio-Brütereien unterscheiden sich Behrens zufolge von herkömmlichen unter anderem dadurch, dass die Küken sofort nach dem Schlüpfen Wasser und Futter bekommen. Sonst würden sie meist erst nach dem Transport am Zielort versorgt.

Die Hähnchenküken werden in den Betrieben des Erzeugerzusammenschlusses ebenfalls aufgezogen. Da die kleinen Hähne der Legehennen langsamer wachsen, wird die Aufzucht durch den Verkauf der teureren Hähnlein-Eier mitfinanziert.