Natur

Winterzählung: Waldvögel machen sich in Gärten rar

Ein Haussperling sitzt auf einem verschneiten Busch in Sehnde in der Region Hannover.

Ein Haussperling sitzt auf einem verschneiten Busch in Sehnde in der Region Hannover.

Foto: dpa

Schwerin. Bei der Winterzählung der Vögel in Parks und Gärten liegt in diesem Jahr bislang erneut der Spatz vorn. Bis Donnerstagmorgen gingen für Mecklenburg-Vorpommern mehr als 2300 Meldungen über 70 000 Vögel in 1426 Gärten ein, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mitteilte. Die Rangliste führen demnach wieder Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise an. Die Blaumeise verdränge derzeit die Amsel von Platz vier auf Platz fünf. Danach folgten wie im vergangenen Jahr Grünfink und Elster.

Viele Waldvögel machten sich indes in Parks und Gärten rar. Ausnahme sei der Eichelhäher, der aufgrund eines unerwartet hohen Auftretens schon im Herbst für Aufsehen gesorgt habe. "In Mecklenburg-Vorpommern waren in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Eichelhäher zu beobachten als im vergangenen Jahr", sagte Nabu-Sprecherin Manuela Heberer. Schon in den Jahren 2011 und 2018 traten die Häher nach ihren Worten verstärkt auf.

Viele andere Waldvögel, wie Kleiber, Buntspecht, Tannenmeise und Kernbeißer, hätten sich dagegen in diesem Jahr rar gemacht. "Angesichts des bisher milden Winters war das zu erwarten", sagte Heberer. Erst wenn es kalt werde und Schnee liege, suchten viele Waldvögel Zuflucht in den Gärten, in denen sie oft reich bestückte Futterstellen vorfänden.

Zählergebnisse der bundesweiten Aktion "Stunde der Wintervögel" können den Angaben zufolge noch bis zum 20. Januar unter www.stundederwintervoegel.de gemeldet werden. Danach stehe dann das endgültige Ergebnis fest.