Theater

Peschel inszeniert Heiner Müller im Staatstheater Schwerin

Das beleuchtete Hauptgebäude des Mecklenburgischen Staatstheaters, aufgenommen während der Blauen Stunde.

Das beleuchtete Hauptgebäude des Mecklenburgischen Staatstheaters, aufgenommen während der Blauen Stunde.

Foto: dpa

Schwerin. Schauspieler Milan Peschel (52, "Halt auf freier Strecke") führt wieder Regie. Am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin inszeniert er Heiner Müllers Stück "Die Umsiedlerin" aus dem Jahr 1961 über die Bodenreform nach dem Zweiten Weltkrieg und die spätere Kollektivierung der Landwirtschaft, wie ein Theatersprecher am Donnerstag mitteilte. Premiere soll am 8. Februar in der Spielstätte E-Werk sein.

Müllers Stück erzähle mit viel Witz die Widersprüche der jüngeren deutschen Geschichte. Seine Sicht auf das Landleben im Sozialismus brachte dem Autor 1961 den Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR ein. "Die Umsiedlerin" wurde nach einer ersten Testaufführung in Berlin als staatsfeindlich verboten. Als Umsiedler wurden in der DDR die Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Gebieten im östlichen Europa bezeichnet.

Der Charakterdarsteller Milan Peschel ist wiederholt mit Regiearbeiten in Erscheinung getreten. So inszenierte er 2018 "Mephisto" im Schauspielhaus Hannover, "Freiheit in Krähwinkel" im Schauspielhaus Bochum und "Arsen und Spitzenhäubchen" im Theater Heidelberg.