Justiz

Zum Fest aus dem Knast - Weihnachtsamnestie für 16 Gefangene

Auf einem mit einem Weihnachtsbaum geschmückten Gefängnisflur schließt ein Justizvollzugsbeamter eine Zellentür ab.

Auf einem mit einem Weihnachtsbaum geschmückten Gefängnisflur schließt ein Justizvollzugsbeamter eine Zellentür ab.

Foto: dpa

Schwerin. Dank einer Weihnachtsamnestie können voraussichtlich 16 Gefangene in Mecklenburg-Vorpommern die Haftanstalt vorzeitig verlassen. Die Begnadigungen laufen seit einer Woche, wie Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) sagte. Im vergangenen Jahr profitierten 21 Gefangene. Im Jahr 2017 waren es 20, im Jahr davor 16. Aktuell stünden aber auch noch Entscheidungen aus und Anträge könnten ebenso noch bei den Staatsanwaltschaften gestellt werden.

Die Voraussetzungen für eine Begnadigung zum Fest sind Hoffmeister zufolge so hoch, dass im Schnitt nur zwei Prozent aller Inhaftierten sie erfüllen. Wird sie gewährt, wird die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt. In Frage kommen den Angaben zufolge nur Gefangene, die sich in der Haft nichts zu Schulden kommen ließen und bis zum Anfang des neuen Jahres ohnehin entlassen worden wären. Die Haftverkürzung beträgt also nur wenige Wochen.

Hoffmeister sieht dennoch einen positiven Effekt. "Die Weihnachtsbegnadigung soll auch dazu dienen, vor Weihnachten Behördengänge für einen möglichst reibungslosen Übergang zurück in den Alltag zu erledigen", sagte sie. Dann bestehe die Chance, mit der Familie den neuen Lebensabschnitt, hoffentlich ohne Straftaten, zu beginnen. In den vier Justizvollzugsanstalten des Landes sind derzeit rund 1100 Gefangene untergebracht.