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Polizei beendet Bäderdienst: Minister zieht positives Fazit

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier.

Foto: dpa

Die Präsenz von mehr Polizeibeamten im Sommer in den Tourismusorten bewährt sich. Obwohl mehr Menschen im Land waren, sei die Zahl der Straftaten nicht gestiegen.

Schwerin. Die Polizei hat ihren Bäderdienst 2019 für dieses Jahr beendet. Seit Mitte Mai unterstützten gut 200 zusätzliche Polizisten ihre Kollegen in den Urlaubsregionen zwischen Ostseestrand und Mecklenburgischer Seenplatte. "Der Bäderdienst der Landespolizei hat sich auch in diesem Jahr bewährt", sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) nach einer ersten Auswertung. Es habe keinen Anstieg der Zahl der Straftaten in den Urlaubszentren gegeben, aber viele positive Reaktionen auf die sichtbare Präsenz der Bäderpolizei.

Von der Verstärkung stammten 122 Beamte aus den Polizeipräsidien und 80 von der Bereitschaftspolizei. Durch mehr Streifen auf Zeltplätzen sowie in Orten mit vielen Urlaubern sei Gästen und Bewohnern ein besseres Sicherheitsgefühl vermittelt worden, teilte das Ministerium mit. Auf Usedom - einem Kriminalitätsschwerpunkt im Land - war die Polizei in diesem Jahr erstmals mit einem Geländefahrzeug am Strand im Einsatz. Das Quad mit Elektroantrieb sollte den Beamten am Strand etwa bei der Suche nach vermissten Kindern oder bei der Verfolgung von Straftätern helfen. Schon kurz nach der Inbetriebnahme seien erste Erfolge bei der Suche Vermisster gemeldet worden, hieß es.

Zudem sollten die zusätzlichen Polizisten Gästen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, Ruhestörungen und Diebstählen vorbeugen, Streit schlichten und bei Straftaten eingreifen. Caffier zufolge ist der Bäderdienst nicht nur ein wichtiges Element des Sicherheitskonzepts für das Urlaubsland, sondern auch ein Standortvorteil für die Tourismusbranche. "Sicherheit ist auch ein Wirtschaftsfaktor."