Bildung

Lehrerverband fordert schnelles Handeln für bessere Bildung

Ein leeres Klassenzimmer.

Ein leeres Klassenzimmer.

Foto: dpa

Mitte März fand sich ein breites Bündnis für gute Schule in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Ihn gehört auch der Verband Bildung und Erziehung an. Verbandschef Blanck sieht die Zeit gekommen für schnelles Handeln.

Schwerin. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) schöpft nach dem SPD-Parteitagsbeschluss von Rostock neue Hoffnung für eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer in Mecklenburg-Vorpommern und erwartet mehr politisches Gewicht für die Bildung. "Jetzt geht es um schnelles Handeln", forderte der Landesvorsitzende Michael Blanck in einer am Donnerstag in Schwerin verbreiteten Mitteilung. Ansonsten würden für den Schuldienst ausgeschriebene Stellen in Größenordnungen unbesetzt bleiben und Lehrer frühzeitig aus dem Beruf ausscheiden.

Nach Blancks Worten muss der Lehrerberuf attraktiver gestaltet werden. Dazu gehöre auch die Anhebung der Lehrergehälter an Grundschulen auf in Stufe A 13. Dafür habe der VBE gerade auch die Postkartenaktion "Stau auf der A 13" gestartet. Zudem müssten im Land die räumlichen, sächlichen und personellen Voraussetzungen für eine inklusive Schule geschaffen werden, machte Blanck vor dem für Samstag in Rostock geplanten Landesverbandstag deutlich. Er steht seit 2006 an der Spitze des VBE in Mecklenburg-Vorpommern, dem rund 900 Pädagogen angehören, und kandidiert erneut für das Amt.

Die SPD hatte auf ihrem Landesparteitag am Wochenenden in Rostock erhebliche Defizite in der Bildungspolitik des Landes konstatiert und konkrete Forderungen aufgemacht. Dazu gehören die Stärkung der Lehrerausbildung, eine bessere Bezahlung, kleinere Klassen und weniger Pflichtstunden. Regierungs- und Parteichefin Manuela Schwesig kündigte an, in den kommenden zwei Jahren das Thema Bildung stärker in den Fokus nehmen zu wollen.

Der von Regierung kürzlich vorgelegte Entwurf für ein neues Schulgesetz hatte für erhebliche Diskussionen gesorgt. Gemeinsam mit anderen Lehrerverbänden, Eltern- und Schülerrat gründete der VBE das Bündnisses für gute Schule, um Änderungen am Gesetzentwurf durchzusetzen. "Da kommen wir mit unserem Verbandstag genau zur richtigen Zeit", sagte Blanck. Zu der öffentlichen Veranstaltung werde auch Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) erwartet.