Justiz

Linke kritisiert zu hohe Zahl der Ersatzfreiheitsstrafen

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: dpa

Schwerin. Die Linke im Landtag hat kritisiert, es gebe eine hohe Zahl von Häftlingen, die wegen nicht bezahlter Geldstrafen im Gefängnis sitzen. Im Jahr 2017 verbüßten 826 Menschen im Nordosten eine so genannte Ersatzfreiheitsstrafe, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht. Sie fordern stattdessen eine stärkere Förderung von Haftvermeidungsprojekten, in denen die Verurteilten unterstützt und ihre Strafen in gemeinnützige Arbeit umgewandelt würden. Dafür sprächen nicht nur soziale, sondern auch finanzielle Aspekte, da der Summe der nicht bezahlten Geldstrafen in Höhe von 895 085 Euro laut Regierung Haftkosten in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro gegenüber standen.