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Schwesig hofft auf Ende der Chaostage bei der SPD

M.Schwesig kommt zu den Koalitionsverhandlungen ins Willy-Brandt-Haus.

M.Schwesig kommt zu den Koalitionsverhandlungen ins Willy-Brandt-Haus.

Foto: dpa

Schwesig. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin und SPD-Bundesvize Manuela Schwesig (SPD) hat der Enthaltsamkeit in der nun begonnenen Fastenzeit eine weitere Komponente hinzugefügt. Über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete sie eine handgeschriebene Liste, auf der neben dem üblichen Verzicht auf leibliche Genüsse wie Fleisch, Alkohol und Schokolade auch "Keine Chaostage SPD!" verzeichnet ist. Ob es sich bei dem mit "Und ihr so?" überschriebenen Tweet um Schwesigs eigene Handschrift handelt, blieb unklar. In mehreren Interviews hatte die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende zuvor eingeräumt, dass ihre Partei - insbesondere wegen andauernder Personaldebatten - in der jüngsten Zeit "ziemliche Chaostage" erlebt habe.

Eine muntere Diskussion auf Twitter löste Schwesig mit einem Zeitungsinterview aus. Angesprochen auf die zunehmende Präsenz von weiblichen Führungskräften in der SPD und einen möglicherweise drohenden "Frauenpower-Machtkampf" antwortete sie: "Das ist Quatsch. Wir sind klüger als die Männer. Wir werden nicht gegeneinander, sondern miteinander für die SPD arbeiten. Die alten Machtkämpfe der Männer haben der Partei massiv geschadet. Wir Frauen werden es anders machen!". Dafür gab es im Netz Zustimmung und Kritik.

Die 43-Jährige gilt unter deutschen Spitzenpolitikern als einer der eifrigsten Nutzer sozialer Medien. Ihr folgen auf Twitter aktuell rund 142 000 Nutzer.