Kriminalität

Mysteriöses Pulver in Briefen war Kokain und Heroin

Symbolbild

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Foto: dpa

Eine Reiseagentur und eine Firma hatten Umschläge mit einer verdächtigen Substanz erhalten. Ein Trick von niederländischen Dealern?

Wolgast/Anklam. Das mysteriöse Pulver in Briefen an eine Reiseagentur in Anklam und eine Firma in Wolgast hat sich als Rauschgift entpuppt. Untersuchungen durch das Robert-Koch-Institut in Berlin ergaben, dass in dem einen Brief vier Gramm Kokain und in dem andern fünf Gramm Heroin waren, wie die Polizei in Anklam am Montag mitteilte. Die Firmen hatten Ende Januar die Briefe als Rücksendung erhalten, weil sie als Absenderadressen auf den Umschlägen standen und die Adressaten nicht erreichbar waren. Die Briefe waren nach Erkenntnissen der Polizei nicht von den Firmen verschickt worden.

Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit einer kriminellen Masche, die auch Beamte in Niedersachsen beschäftigt. So hatte ein Unternehmen in Nordheim in den vergangenen Wochen rund 30 Briefe erhalten, in denen Kokain war. Demnach benutzten möglicherweise Drogendealer aus den Niederlanden bei der Versendung von im Internet bestellten Drogen Absenderadressen von deutschen Firmen, um Herkunft und Inhalt der Drogensendungen zu verschleiern oder auch Porto zu sparen, wie ein Polizeisprecher in Anklam sagte.

Die Ermittlungen der Anklamer Kriminalpolizei konzentrierten sich jetzt auf die Überprüfungen der auf den Umschlägen angegebenen Adressdaten der in Bayern und Niedersachsen wohnhaften Personen.