Volleyball: Niederlage für VT Aurubis

Saskia Radzuweit sammelt eifrig Punkte

Um halb fünf in der Frühe war Trainer Helmut von Soosten am Donnerstag aus Dresden zurückgekehrt, drei Stunden später unterrichtete er schon wieder seine Schüler in der Gesamtschule Süderelbe.

Fischbek. Die Niederlage seiner Bundesliga-Damen vom Volleyball-Team (VT) Aurubis Hamburg beim Dresdner SC hatte er aber zu so früher Stunde noch nicht verdaut. "Wir waren nicht stabil genug", sagte Trainer Helmut von Soosten, "haben nur in einem Satz überzeugend gespielt." Mit 1:3 (13:25, 22:25, 25:18 und 20:25) gab es für das Volleyball-Team Aurubis vor der beachtlichen Kulisse von 1820 Zuschauern im zweiten Saisonspiel die erste Niederlage.

Am Sonntag (15 Uhr) kommt mit dem SV Sinsheim ein Aufsteiger in die Sportarena Süderelbe am Neumoorstück in Hamburg-Neugraben. Der Trainer fordert einen Pflichtsieg von seinen Damen. Die Niederlage in Dresden sieht Trainer Helmut von Soosten nicht als dramatisch an. Das ambitionierte Saisonziel, einen der ersten drei Plätze zu belegen, ist nicht in Gefahr. Enttäuscht war der Trainer von einigen Leistungsträgerinnen, mit Saskia Radzuweit (9 Punkte) gehörte eine der jüngsten Spielerinnen zu den besten Punktesammlerinnen. "Darüber sollten die erfahrenen Spielerinnen einmal nachdenken", so der Coach.

Den ersten Satz verschliefen die Hamburger Damen. Im zweiten Satz reichten eine 16:12- und 21:19-Führung nicht zum Satzausgleich. "Wir haben zu wenig Druck entwickelt", sagte Helmut von Soosten, "zudem fehlt uns in solchen Situationen der Killerinstinkt, den Punkt unbedingt machen zu wollen." Außerdem haben bei fast 2000 Zuschauern auch die Nerven eine Rolle gespielt. Erst im dritten Satz war zu erkennen, warum VT Aurubis zu den Topteams der Bundesliga zählt. Nationalspielerin Kathy Radzuweit (12) war beste Punktesammlerin. Die Brasilianerin Lousiane Penha Souza (9) gefiel bei ihrem Debüt.