Grundwasser

Testbohrungen zu Coca-Cola-Brunnen bei Lüneburg beendet

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Maschinen und Anlagen stehen auf der Baustelle des geplanten Coca-Cola-Brunnens.

Maschinen und Anlagen stehen auf der Baustelle des geplanten Coca-Cola-Brunnens.

Foto: Philipp Schulze/dpa

Umstrittener Pumpversuch für einen dritten Brunnen zur Förderung von Grundwasser sind abgeschlossen. So geht es weiter.

Lüneburg. Die Testbohrungen von Coca-Cola für einen dritten Brunnen zur Förderung von Grundwasser im Landkreis Lüneburg sind am Dienstag beendet worden. „Der Pumpversuch ist insgesamt technisch planmäßig verlaufen“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit. In den nächsten Tagen würden die Anlagen abgebaut und die Bohrstelle geräumt.

„Insgesamt wurden knapp unter 100 000 Kubikmeter Wasser testweise gefördert. Der Pumpversuch wurde über mehr als 80 Grundwassermessstellen detailliert überwacht.“ Die Auswertung der gesammelten Daten erfolge in den kommenden Wochen durch die Hydrogeologen.

Coca-Cola: Landkreis Lüneburg begleitete Testbohrungen

Innerhalb der vergangenen zehn Wochen wurde das Verfahren vom Landkreis Lüneburg als zuständige Genehmigungsbehörde begleitet und vor Ort geprüft, teilte der Kreis mit. Die Arbeiten zum Rückbau der Anlagen für den Pumpversuch hätten bereits begonnen und sollen bis Ende April abgeschlossen sein.

„Gutachter klären anhand der gewonnen Daten die Frage, ob die langfristige Wasserentnahme negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt hat“, hieß es weiter. Auf Grundlage der Expertise kann das Unternehmen seinen endgültigen Antrag zur Wasserentnahme erarbeiten und dem Kreis vorlegen. Dort werde nach den wasser- und naturschutzrechtlichen Vorgaben von Bund und Land über einen dritten Brunnen entschieden.

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Coca-Cola plant, den Antrag im dritten Quartal dieses Jahres zu stellen. Der Getränkekonzern unterhält mit seinem Tochterunternehmen Apollinaris in der Hansestadt bereits zwei Brunnen für das Abfüllen von Mineralwasser und verkauft das geförderte Wasser unter dem Namen „Vio“. Mit dem neuen Brunnen könnten bis zu 350 000 Kubikmeter Wasser jährlich aus einer Tiefe von etwa 195 Metern gefördert werden. Kritiker sind angesichts des Klimawandels gegen eine weitere Entnahme von Grundwasser aus tiefen Gesteinsschichten zu kommerziellen Zwecken.

( dpa )

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