Neuer Radweg von Südergellersen nach Heiligenthal

2,9 Kilometer lang, 240 000 Euro teuer. Seit 20 Jahren geplant, jetzt endlich fertig

Südergellersen. Das Radwegenetz in der Samtgemeinde Gellersen ist dichter geworden. Eine 2,9 Kilometer lange Verbindung zwischen Südergellersen und Heiligenthal weihten gestern die Samtgemeinde und die Gemeinde Südergellersen als Geldgeber für den 240 000 Euro teuren Radweg ein. Baubeginn war Ende September.

Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers (parteilos) ist froh über den Neubau, der schon eine lange Geschichte hatte, bevor der erste Spatenstich getan wurde. "Seit mehr als 20 Jahren wurde geplant und erfolglos versucht, Fördertöpfe für den Radwegbau anzuzapfen", sagte er. Doch nun hätten es Samtgemeinde und Gemeinde Südergellersen in einem gemeinsamen finanziellen Kraftakt ohne Zuschüsse von Dritten geschafft, das Projekt in die Tat umzusetzen. "Wir teilen uns die Kosten. Jeder für sich alleine hätte den Bau nicht bezahlen können", so Röttgers.

Eine Lücke im Radwegenetz sei geschlossen worden. "Der Radweg bringt vor allem für unsere Schüler mehr Sicherheit", sagt der Bürgermeister. Die Kinder und Jugendlichen aus Südergellersen, die zum Unterricht an das Schulzentrum Oedeme in Lüneburg fahren, mussten bislang immer auf der Straße fahren, immer auf der Hut vor Autos.

Der Neubau werte aber auch das Angebot für den Radtourismus in Gellersen auf, so Röttgers. "Der Weg ist in überregionalen Radwanderkarten bereits ausgewiesen." Die Strecke sei für Radtouristen attraktiv, die aus der Heide auf dem Weg nach Lüneburg oder zur Einkehr in der Wassermühle in Heiligenthal unterwegs sind.

Da der Kostenrahmen es zuließ, den Radweg mit einer Asphaltdecke zu versehen, glaubt der Verwaltungschef, dass eine weitere Zielgruppe den neuen Radweg für sich entdeckt. "Skater werden ihn nutzen. Nicht nur, weil er eine perfekte Oberfläche für die Fahrt mit Inlineskatern hat. Er ist auch zwei Meter breit, sodass sich Skater gefahrlos und ohne Ausweichmanöver begegnen können."