Denkmalschutz

Land hilft bei Sanierung des Nikolaihofs

Der Nikolaihof bei Bardowick wird saniert. Das Landesprogramm für städtebaulichen Denkmalschutz stellt 400 000 Euro für die Baumaßnahmen an dem Gebäudeensemble zur Verfügung.

Bardowick. "Wir haben gemeinsam mit der Stiftung Nikolaihof den historischen Hintergrund des Gebäudekomplexes untersucht, eine Bestandsaufnahme für den Sanierungsbedarf gemacht und offensichtlich ein überzeugendes Nutzungskonzept vorgelegt", freut sich Günter Dubber, Bürgermeister der Samtgemeinde Bardowick, über die Förderung aus Hannover.

In Zukunft soll ein vernünftiger Nutzungsmix den Nikolaihof beleben. "Wir wollen die Öffentlichkeit ins Denkmal holen, ohne es zu zerstören", sagt Günter Dubber. Nach der Sanierung sollen der Öffentlichkeit eine Bibliothek mit Selbstlernzentrum und ein Raum für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Der unter Denkmalschutz stehende Nikolaihof gilt als bedeutendes Zeugnis historischer Baukunst in Norddeutschland. Viele der mehr als 300 Jahre alten Gebäude der Wohnanlage werden heute noch genutzt. Gefangen zwischen den Zuständigkeiten von Stadt, ihr gehört die Stiftung, die den Nikolaihof verwaltet und der Gemeinde Bardowick, in der der Hof als Enklave liegt, blieb der Nikolaihof von radikalen Modernisierungen und Abriss bislang verschont. Dennoch hat die Zeit Spuren an den Häusern hinterlassen. Die Bausubstanz ist alt, die Dächer sind undicht und Fenster müssen erneuert werden. Insgesamt acht Millionen Euro kostet die Sanierung des architektonischen Kleinods, schätzen Gemeinde und Stiftung.

Besonders dringend ist der Sanierungsbedarf an der Kirche und den beiden Männerhäusern. Derzeit werden Zeitplan und Prioritätenliste erarbeitet. Kosten soll der erste Bauabschnitt drei Millionen Euro, finanziert zu je einem Drittel von Bund, Land und Kommune. Der Flecken Bardowick sowie die Samtgemeinde beteiligen sich mit je 380 000 Euro.