Boeddinghaus: "IHK steht vor einem Scherbenhaufen"

Nach dem jüngsten Urteil des Lüneburger Verwaltungsgerichts greift der Bundesverband für freie Kammern (bffk) die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg an.

Lüneburg. Die Richter hatten entschieden, dass die Ruhegeldsatzung der IHK unwirksam ist.

Damit stünde die IHK "vor einem Scherbenhaufen im Hinblick auf Ausgestaltung und Finanzierung der Versorgungszusagen", sagt Geschäftsführer Kai Boeddinghaus gegenüber der Rundschau. "Entgegen allen Beschönigungen seitens der Kammerführung hält das Urteil die ,erheblichen Finanzierungslücken' ausdrücklich fest", sagt der Vertreter der Pflichtmitgliedschafts-Gegner. "Mit diesem Urteil fehlen noch etliche Millionen Euro in der Kammerkasse. Allein für die Bilanz 2008 ergibt sich, wenn das rechtskräftig wird, eine Mehrbelastung von rund drei Millionen Euro. Das teure Rumwurschteln mit dem Geld der Zwangsmitglieder geht offensichtlich weiter."

Dem widerspricht die Aussage von IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Rund drei Millionen Euro Pensionsrückstellungen, abhängig vom zugrunde gelegten Zinssatz, hätte die IHK laut Zeinert auflösen können, würde die Dienstvereinbarung seines Vorgängers Wolfram Klein gelten.

( (carol) )

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