Grünes Licht aus Kiel

Oberstufe für Reinbeks Gemeinschaftsschule

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Susanne Holz

Foto: Anne Müller

Reinbek. In Reinbek wird die frohe Botschaft schon vor dem Weihnachtsfest verkündet. Das Bildungsministerium hat die Oberstufe an der Gemeinschaftsschule genehmigt. Damit können Schüler jetzt nicht nur am Reinbeker Gymnasium, sondern auch dort ihr Abitur machen.

Dass sie sich genau das wünschen, hatten sowohl die Schüler selbst, als auch die Lehrer und Eltern immer wieder zum Ausdruck gebracht. Mehrmals waren sie in den vergangenen Monaten mit Protestplakaten ins Rathaus marschiert, um den Politikern klar zu machen: „Oberstufe? Yes we can!“. Als die Politiker sich im Juni entschlossen, in Kiel einen Antrag für die Oberstufe zu stellen, gab es im Sozial- und Schulausschuss minutenlangen Applaus, Schüler, Eltern und Lehrer lagen sich in den Armen.

Die Neuigkeit wird nun auch in Wentorf mit großem Interesse verfolgt, hatte sich die Gemeinde doch selbst Hoffnungen darauf gemacht, an der eigenen Gemeinschaftsschule eine Oberstufe zu etablieren. Zwar hatten sowohl Reinbek als auch Wentorf immer wieder betont, kooperieren zu wollen, denn nur zusammen haben sie die erforderliche Schülerzahl. Über die Frage, wie eine Kooperation aussehen könnte, war jedoch Streit entbrannt. Wer hat das geeignetere Gebäude, mehr Erfahrung und ist besser dafür gerüstet, die Jugendlichen zum Abitur zu führen? Das waren die zentralen Fragen, die auch jetzt wieder auf den Tisch kommen werden.

„Wir freuen uns, dass die Oberstufe genehmigt ist. Jetzt müssen wir gemeinsam überlegen, wie eine Kooperation aussehen könnte“, sagt Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer. Ein deutliches Signal sendet er schon jetzt: „Wir stehen neben der Schulleitung und werden jetzt dafür sorgen, dass wir die Infrastruktur für die Oberstufe bekommen.“ Sprich: Die Reinbeker Gemeinschafsschule wird saniert und modernisiert, um den neuen Anforderungen gewachsen zu sein. Ein Signal, auf dass die gesamte Schule seit Jahren wartet. Immer wieder war sie mit dem Argument vertröstet worden, dass man nicht wisse, wie es mit der Schule weitergehe.

Ob auch Wentorfer Schüler von der Entscheidung aus Kiel profitieren können, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung / Lauenburgische Landeszeitung vom 22. Dezember. ePaper / Abo

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