Sportschule Wentorf

Wird die Sportschule jetzt zur Privatschule?

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Susanne Tamm

Wentorf. Die Sachsenwaldschule bereitet den Wentorfern Sorgen: Vor gut zwei Jahren schloss der Hamburger Sportbund (HSB) die Einrichtung wegen eines jährlichen Defizits von 200 000 Euro. Seitdem passiert auf dem 7,3 Hektar großen Gelände Am Fuchsberg kaum etwas.

Jetzt zeichnet sich eine neue Lösung ab: Nicola Helmrich-Krüger (40) und Lutz Helmrich (41) signalisieren Interesse an dem Areal.Das Wentorfer Ehepaar will eine Privatschule gründen. In ihrer Schule sollen Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse individuell gefördert werden, ob mit Lernstörung oder mit Hochbegabung. In Hamburg boomen die Privatschulen und auch Wentorfs Politiker stehen ihrem Projekt positiv gegenüber. Doch für das von ihnen ausgewählte Grundstück Am Mühlenteich erhielt niemand den Zuschlag. Jetzt sucht die Familie Helmrich-Krüger einen neuen Standort für ihr Projekt. Dem Wunsch des HSB, das Areal der Sportschule Sachsenwald als Bauland zu versilbern, schoben die Wentorfer Politiker einen Riegel vor, auch ihre Konzeptvorschläge samt Varianten blitzten bei ihnen ab. Sie sind sich einig, dass Vereine und Schulen die Anlage nutzen sollen. Eine kommerzielle Nutzung lehnen sie ab, zumal dem HSB das Gelände einst von der Gemeinde zur Verfügung gestellt worden ist. Sie wollen, dass Wentorfer Schüler und Vereine dort weiterhin trainieren können. Heute diskutiert der Planungsausschuss ab 19 Uhr das weitere Verfahren im Rathaus. "Ich habe mit dem HSB telefoniert", bestätigte Helmrich der Redaktion. " Man sagte mir, dass der HSB an einer Sporteinrichtung festhalten wolle. Sollte das aber nicht klappen, sei man für alles offen. " Er könnte sich gut vorstellen, dass Wentorfs Schüler und Vereine auch die Anlagen einer Privatschule mitnutzen. "Mit 16 Klassen könnten wir das gar nicht auslasten. Es wäre verrückt, das leer stehen zu lassen " , stellt der 41-Jährige fest.Helmrich hat sich die Anlage an der Marienburg bisher nur von außen angesehen. "Es ist ein riesiges Gelände" , stellt er fest. "Falls es dazu kommt, müssten wir uns auf jeden Fall auch über den Preis einigen. " Zu HSB-Geschäftsführer Ralph Lehnert war gestern noch nichts von Helmrichs Interesse gedrungen. Deshalb wollte er sich dazu noch nicht äußeren. Ebenso wie Lutz Helmrich will auch der HSB-Geschäftsführer heute Abend als Zuschauer ins Rathaus, Hauptstraße 16, kommen, um sich über den Stand der Diskussion zu informieren.

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