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Saisonauftakt: Crashkurs im Mekka des Motorsports

| Lesedauer: 2 Minuten
Volker Gast
Maxi Buhk (28) war ADAC-Junior-Sportler des Jahres (2013), Blancpain-Champion im Sprint (2015) und auf der Langstrecke (2016).

Maxi Buhk (28) war ADAC-Junior-Sportler des Jahres (2013), Blancpain-Champion im Sprint (2015) und auf der Langstrecke (2016).

Foto: Gruppe C Photography

Der Dassendorfer Maximilian Buhk feiert eine gelungene DTM-Premiere - trotz kleiner Kollision im zweiten Rennen.

DassendorfMonza – das ist ein Name, bei dem Motorsport-Fans in Verzückung geraten. Es mag andere Strecken geben, die genauso berühmt sind wie der Hochgeschwindigkeits-Kurs in Norditalien. Doch keine, die schöner gelegen ist. Denn um der Größe ihres Habsburger Herrscherhauses angemessen Ausdruck zu verleihen, beauftragte die österreichische Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) einst den Baumeister der Mailander Scala, Giuseppe Piermarini (1734-1808), rund um ihren Palast in Monza einen gewaltigen Park anzulegen. Mit 688 Hektar Fläche ist der Kaiserliche Park von Monza doppelt so groß wie der Central Park in New York. Was hätte Maria Theresia wohl dazu gesagt, dass moderne Motorsport-Piloten wie der Dassendorfer Maximilian Buhk ihn in nicht einmal zwei Minuten umrunden?

Autodromo Nazionale di Monza: Mit Tempo 250 durch den Königlichen Park

Denn seit 1922 beheimatet der Königliche Park den Autodromo Nazionale di Monza, auf dem schon Weltmeister wie Michael Schumacher, Niki Lauda oder Sebastian Vettel Triumphe feierten. Mit Tempo 250 rasen die Boliden durch den Park. Nun war der Kurs Schauplatz für den Saisonauftakt zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft.

Für Buhk war es die Premiere in dieser Rennsport-Serie. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams Mücke Motorsport kam der 28-Jährige in den beiden Rennen auf die Plätze sieben und 13, wobei er im ersten Rennen zwischenzeitlich in Führung lag. Ein erfolgreiches Debüt, das der ehrgeizige Buhk aber nur als „solide“ einstufte. Ein schwaches Qualifying hatte ihm ein besseres Resultat verwehrt. „Wer in diesem hochklassigen Feld ein gutes Ergebnis einfahren will, muss ganz einfach weiter vorne starten. Da muss ich mich an die eigene Nase fassen“, analysierte er selbstkritisch.

Dassendorfer kann im Feld der 19 GT3-Fahrzeuge mithalten

Hinzu kam im zweiten Rennen eine kleine Kollision eingangs der Schikane, die zwar glimpflich ablief, doch Buhk kam als Letzter der Gruppe durch die Kurve. Die Chance auf einen vorderen Platz war dahin. Sicher ist nach dem Crashkurs von Monza jedoch: Der Dassendorfer kann mit seinem 575-PS-Boliden im Feld der 19 GT3-Fahrzeuge von Ferrari, Lamborghini, BMW, Audi und Mercedes mithalten. Am 23. Juli geht es auf dem Lausitzring weiter, es folgen DTM-Rennen im belgischen Zolder (6. August), auf dem Nürburgring (20. August), im österreichischen Spielberg (3. September), im niederländischen Assen (17. September) sowie abschließend das Saisonfinale auf dem Hockenheimring (1. Oktober).

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